28.10.2019

#7 - Die Aussteller

NIROSTA-MAJESTÄTEN GRÜSSEN BRONZE-GURKEN

Riesige Gürkchen, die sich als zeitgenössischer Kunstschlager erwiesen haben, treffen auf barock veredeltes Zirbenholz. Dazu gibt Österreichs höchster Berg ein majestätisches Motiv ab, wenn zwei Herrscher aus einem ganz fernen Universum in der Hofburg landen.

GALERIE REINISCH CONTEMPORARY, Graz
„Die Faszination an der Vielfalt der Formen, die man nicht ausschöpfen kann, weil keine der anderen gleicht – das hat schon was“, sagt Erwin Wurm. Und: „Jede Gurke ist individuell verschieden, aber doch sofort als Gurke erkennbar und einem Ganzen zuordenbar…ähnlich den Menschen.“  So viel hintergründigen, skurrilen Humor mag man. Etwa in der Gurkerlparade auf dem Salzburger Max-Reinhardt-Platz, genauso wie in der rund 2 Meter großen Indoor-Version „o.T. (Gurkerl)“, 2019, Bronzeguss auf Ständer, wie sie die Galerie Reinisch anbietet. Neben anderem in bester Gesellschaft der farbstarken, großformatigen Arbeiten wie „o.T.“, 2002/13, 188 x 125 cm, Acryl auf Aluminium, der aus Freiburg im Breisgau gebürtigen Katharina Grosse.

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GALERIE 422 MARGUND LÖSSL, Gmunden
Eine klassische Trias offeriert Margund Lössl, die seit über 20 Jahren mit ihrer Galerie 422 Gmunden am Traunsee und Umgebung mit zeitgenössischer Malerei, Zeichnung und Skulptur bereichert. Nach Wien bringt sie diesmal drei wichtige Österreicher. Herbert Brandl mit einem seiner beeindruckenden Gebirgsbilder: „Glockner Winkel“, 2019, Öl auf Leinwand, 120 x 160 cm. Der Aktionismus findet seine Vertretung mit einem rezenten Schüttbild von Hermann Nitsch, 2019, Acryl auf Jute, 150 x 100 cm. Auch den heurigen Jubilar Arnulf Rainer hat man in Gmunden nicht vergessen. Er ist mit der Arbeit „Kanarie“, 2000, Leimfarbe auf Holz, 80,5 x 60,5 cm auf der Messe vertreten.

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SCHÜTZ FINE ART - CHINESE DEPARTMENT, Wien

Seit 2011 setzt sich Professor Josef Schütz unter anderem mit Ausstellungen heimischer Kunst für den kulturellen Austausch zwischen Österreich und China ein. 2013 wurde das Schütz Fine Art – Chinese Department gegründet, das inzwischen an der eigenen Adresse Spiegelgasse 23 spannende zeitgenössische Kunst aus China präsentiert. In der Hofburg gibt man unter anderem mit dem Einzelstück „The King and the Queen“, 2014, aus Nirosta, ein Beispiel dafür. Geschaffen hat es Wu Shaoxiang, ein 1957 in China geborener Künstler, der inzwischen die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und in Berlin, Kärnten und Peking lebt und arbeitet.

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KAIBLINGER - GALERIE & KUNSTHANDEL, Wien
Zwischen seinem Studio in Los Angeles, seinem Schloss in Irland und Österreich scheint sich dagegen der in Wien geborene Gottfried Helnwein wohl zu fühlen. Zitate wie „Von Donald Duck habe ich mehr gelernt, als in all den Schulen, in denen ich war“, sind von ihm überliefert. Oder: „Kunst ist die einzige Freiheit, die uns geblieben ist“. Diese Freiheit nimmt er sich gerne in seinen beeindruckenden hyperrealistischen Großformaten. Bei Kaiblinger – Galerie & Kunsthandel kann man das erleben, wenn eine Frau aus seiner „Annunciation (Verkündigung)“ von 2018, mixed media, Öl und Acryl auf Leinwand, 203 x 307 cm groß, unheimlich herausschaut oder „Pink Mouse 3“, ebenfalls von 2018, grinsend seine Zähne zeigt.

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KUNSTHAUS WIESINGER, Wels
Liebenswert unschuldig und farbig heiter springen einen dann Joan Mirós „Personnage et Oiseau“ von 1948 beim Kunsthaus Wiesinger an. Es handelt sich um eine handsignierte, datierte und bezeichnete Farblithografie auf BFK Rives Velin. Spielerisch geht es auch bei Marino Marini weiter, der 1943 in Locarno „Jongleure und Pferd“ („Giocolieri e Cavallo“) mit Aquarell und Gouache auf eine Karte gemalt, signiert und datiert hat. Beides ist auf jeden Fall eine wunderbare Begleitung für stolze Möbel, wie einen Louis Seize Halbschrank aus
Paris, um 1780, Estamp. Rübestück maitre: 7. 5. 1766, (Francois Rübenstück 1722 bis 1785). Das Stück ist aus Satin auf Hart und Nadelholzkorpus und ein Beispiel großer französischer Möbelkunst, auf die man sich im Kunsthaus Wiesinger ebenfalls blendend versteht.

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KUNST & ANTIQUITÄTEN WALTER MOSKAT, Wolfurt bei Bregenz

Holz ist auch das Stichwort bei Kunst & Antiquitäten Walter Moskat, wo ein herrschaftlicher oberinntaler Zirbenholzschrank, 1693 datiert, mit Doppeladler versehen, geschnitzt und in originalem Zustand erhalten steht.
Dazu ticken diverse Uhren, wie etwa eine kleine, gerade einmal 10 x 8 cm große oktogonale Tischuhr, die um 1740 gefertigt wurde. Sie besitzt ein Emailziffernblatt, Gehwerk, Stundenschlag und Wecker, und hat sich ebenfalls ihren originalen Zustand bewahren können.

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